Androloge

Andrologie

Die Lehre der Andrologie ist ein Spezialgebiet der Urologie, die sich mit den Fortpflanzungsorganen des Mannes befasst. Unerfüllter Kinderwunsch, hormonelle Störungen, Infektionen und die erektile Dysfunktion werden hierbei diagnostiziert und behandelt. Entsprechend seiner langjährigen Expertise und Erfahrungen auf diesem Gebiet ist Dr. Jundi von der Ärztekammer als Facharzt für Andrologie anerkannt.

Unerfüllter Kinderwunsch

 

Wenn der Kinderwunsch nach 12 Monaten ungeschützten Geschlechtsverkehrs ausbleibt, ist eine weitergehende Diagnostik erforderlich. Diese ist auch früher beim Vorliegen eines beidseitigen Hodenhochstandes in der Anamnese und bei einem Alter der Partnerin über 35 Jahren indiziert.

Die Ursache ist bei Männern genauso häufig zu finden wie bei den Frauen. Diese tritt am meist in Form einer verminderten Spermienqualität auf. 

 

Die urologische Diagnostik beinhaltet 

  • eine gezielte klinische Untersuchung sowie eine Ultraschalldiagnostik zum Ausschluss einer obstruierenden Pathologie (Verschluss der Samenwege).

  • Evaluation von Hormonstörungen

  • Evaluation von Risikofaktoren

  • Anfertigung eines Spermiogramms

  • Gezielte Beratung und Therapie

Abhängig von den Ergebnissen kann in einer interdisziplinären Zusammenarbeit mit den Gynäkologen, Endokrinologen und Reproduktionsmedizinern ein Therapieplan erstellt werden.

 

Erektionsstörungen

erektile Dysfunktion

Erektionsstörungen haben eine weltweite Inzidenz von ca. 20% und können bei Männern in jedem Lebensalter auftreten. So liegt die Häufigkeit bei Männern zwischen dem 20. Und dem 30 Lebensjahr bei 2%. Die Prävalenz steigt mit zunehmendem Alter überschreitet die Schwelle von 50% ab dem 70. Lebensjahr.

In diesem Zusammenhang haben Studien gezeigt, dass die Manifestation einer erektilen Dysfunktion (ED) in 93% der Fälle beim Vorliegen einer atherosklerotischen Erkrankung 24 Monate vor einem akuten kardialen Ereignis auftritt (Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall).

Ursachen für Erektionsstörungen sind z.T. psychogen bedingt (Versagensängste, Beziehungsprobleme, Leistungsdruck). In mehr als 60% liegt jedoch eine organische Ursache auf dem Boden einer generalisierten Gefäßerkrankung vor. Weitere Ursachen können neurologisch bedingt (Wirbelsäulenverletzungen, Beckenfrakturen), endokrinologisch (Testosteronmangel, Überproduktion an Prolaktin, Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen, Schilddrüsenerkrankungen und chronisches Nierenversagen) und/oder beim Vorliegen einer arterielle Hypertension (Bluthochdruck) sein.

 

Als Risikofaktoren gelten Nikotin- und übermäßiger Alkoholkonsum, Medikamenteneinnahme (Psychopharmaka, einige Blutdruckmedikamente, einige Statine und Antiandrogene), Übergewicht, Drogenkonsum sowie Depression.

 

In einem Basisassessment wird neben einer fokussierten Anamnese mit Erfassung Ihres Beschwerdebildes anhand eines validierten Fragebogens eine gezielte körperliche Untersuchung bei Dr. Jundi angeschlossen. Der Gefäßstatus der Penisgefäße wird mittels Doppler/ Duplexsonographie ermittelt. Hierbei wird ein Pharmakon mittels einer sehr dünnen Nadel appliziert. Der Testosteronwert wird zusätzlich bestimmt. Eine ausführliche Beratung rundet das Programm ab.  Modernstes Instrumentarium steht in der Urologie Metropolitan zur Verfügung. Anhand seiner langjährigen Expertise und Partizipation auf diesem Gebiet ist Dr. Jundi von der Ärztekammer als Androloge anerkannt und zugelassen.

Aging Male (Seneszenz)

Mit zunehmendem Alter nimmt der Testosteron Spiegel ab. Zunahme des Bauchumfanges, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Abnahme der sexuellen Lust sind Symptome des alternden Mannes.  Mit Testosteronersatztherapie kann die Lebensqualität deutlich verbessert werden. Ausführliche Informationen finden Sie hier

 
 
 

Vorzeitiger Samenerguss (Ejaculatio praecox)

In meiner andrologischen Sprechstunde ist anzumerken, dass die Hemmschwelle bei Männern, eine erektile Dysfunktion anzusprechen, zunehmend sinkt. Ein vorzeitiger Samenerguss wird hingegen selten thematisiert.

Studien haben gezeigt, dass ein vorzeitiger Samenerguss bei fast 30% der Männer in allen Altersgruppen evident ist. Etwa 20% der Männer mit einer erektilen Dysfunktion leiden zusätzlich an einer Premature Ejaculation.

Die Betroffenen zeigen oft ein emotionales Leiden und haben ein Schamgefühl, den Partner nicht befriedigen zu können. Beziehungsprobleme treten auf. Depressionen können die Folge sein.

Die Medizin hat in letzten Dekaden deutliche Fortschritte zum Verständnis dieses komplexen Ereignisses beigetragen.

Der Samenerguss ist ein Reflexmechanismus und leitet die Finalphase eines sexuellen Aktes ein. Für eine antegrade Ejaculation sind neben der nervalen Steuerung eine synchronisierte Kontraktion der Beckenbodenmuskulatur und des Blasenhalses sowie eine Relaxation des äußeren Schließmuskels erforderlich. Hierbei ist die Intaktheit des sympathischen Nervensystems entscheidend. Die Kraft des Auswurfes hingegen wird vom somatischen Nervensystem gesteuert.

Patientin mit neuropathischen Störungen infolge eines Traumas, oder bei Diabetes Mellitus beispielsweise, zeigen typischerweise einen kraftlosen Samenerguss oder gar einen trockenen Orgasmus (retrograde Ejaculation).

Als Neurotransmitter fungieren hauptsächlich Dopamin und Serotinin. Eine medikamentöse Therapie mit SSRI hat einen positiven Effekt auf die Dauer der Ejaculation (IELT) gezeigt.

Ein vorzeitiger Samenerguss liegt vor, wenn die Ejakulation dauerhaft innerhalb einer Minute nach der vaginalen Penetration eintritt. Es besteht keine Fähigkeit, Diese zu verzögern. Das Sexualleben ist negativ beeinflusst.

Eine IELT (Intraveginale ejakulatorische Latenzzeit)  dauert im Schnitt, mit regionalen Unterschieden, 7 bis 14 Minuten.

Die Ursache eines vorzeitigen Samenergusses kann genetisch - Störungen des Serotonin- Rezeptrors-, psychoreaktiv, hormonell - Schilddrüsenüberfunktion, androgen -, Sensibilitätsstörungen der Eichel oder durch eine chronische Prostatitis bedingt sein.

Nicht selten Leiden die Betroffene zusätzlich an erektiler Dysfunktion.

Neben einer gezielten Verhaltenstherapie sind heute zutage verschiedene medikamentöse Therapieansätze validiert, die entsprechend der zugrunde liegenden Ursache einzeln oder in Kombination eingesetzt werden können.

 

Hinweis:

Einige Untersuchungen stehen nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen und werden privat nach der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet. Im Vorfeld werden Sie von Dr. Jundi ausführlich beraten, welche Leistungen sinnvoll wären.

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