Ist der Befall mit HPV-Genitalwarzen gesichert, so stehen abhängig von der Anzahl, Lokalisation und Wachstumsform sowohl konservative als auch chirurgische Therapieoptionen zur Verfügung. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass der Partner auch untersucht und gegebenenfalls mitbehandelt wird.

Konservativ stehen aktuell zwei topische Therapieoptionen zur lokalen Anwendung bereit. Mit Veregan®, eine 10-prozentige Salbe bestehend aus gereinigtem Trockenextrakt von Grünteeblättern, werden äußere Kondylome im Genital- und Perineal- Dammbereich behandelt. Diese Behandlung ist für Erwachsene ab dem 18. Lebensjahr geeignet. Die Salbe wird auf die befallenen stellen 3-mal täglich aufgetragen, bis alle Warzen abgeheilt sind. Die Therapiedauer darf nicht länger als 16 Wochen erfolgen. Veregan ist bei Warzenbefall von Schleimhäuten nicht geeignet. Studien haben gezeigt, dass eine vollständige Abheilung in bis zu 60 Prozent zu erwarten wäre (männliche Patienten zeigten eine Abheilungsrate von 44 Prozent, weibliche Patienten 60,7 Prozent). Nach der Behandlung traten erneut Warzen in ca. 6.5 Prozent der Fälle auf (Rezidiv).

Die Verwendung von Aldara®, eine 5-prozentige Creme aus Imiquimod, sollte mit Vorsicht und nur unter ärztlicher Anleitung erfolgen. Bei einem unsachgemäßen Gebrauch können schwere Hautreaktionen auftreten. Imiquimod ist ein Immunmodulator und besitzt eine direkte antivirale Wirkung. Studien zeigten, dass eine vollständige Abheilung von äußeren Feigwarzen nach einer Therapiedauer von 8 Wochen bei ca. 60 Prozent der Patienten auftrat. Die Anwendung sollte 3-mal pro Woche und nicht länger als 12 Wochen erfolgen. Hierbei sollte die Creme auf die befallenen Stellen punktuell vor dem Zubettgehen aufgetragen werden. Nach einer Einwirkzeit von 6-10 Stunden muss die Creme unbedingt mit Seife und Wasser gereinigt werden.

Beide Medikamente sind bei dem Befall von Schleimhäuten mit Feigwarzen nicht geeignet.

Die Therapie von Feigwarzen mit Podophyllotoxin, ein Zytostatikum, sollte aufgrund von z.T. schweren lokalen und systemischen Nebenwirkungen sowie einer höheren Rezidivrate vermieden werden.

Bei stärkerem Befall mit Genitalwarzen empfehlen wir in der Urologie Metropolitan die chirurgische Ablation (Abtragung). Diese kann auch in der Form einer Kryotherapie (Vereisung) oder mit Laser (Laserablation) erfolgen. Einzelne Warzen werden jedoch in der Regel exzidiert. Die Prozedur kann je nach Ausdehnung in einer lokalen Betäubung oder in Allgemeinnarkose erfolgen. Bei allen Formen bleibt anstelle der Feigwarzen eine kleine Narbe zurück.

Um das Rezidivrisiko an der Abtragungsstelle zu verringern, kombinieren wir in unserer Praxis in Einzelfällen die chirurgische Ablation mit der Säurebehandlung der Ablationsränder.

Bei Befall der Vorhaut sei erwähnt, dass die Beschneidung, auch Zirkumzision genannt, die Rezidivrate an Feigwarzen reduziert.

Schwerpunkte

Was sind Feigwarzen?

Symptome und
Erscheinungsformen

Wie ist der
Infektionsweg?

Risikofaktoren

Diagnostik

Folgen und
Komplikationen von
Feigwarzen

Prophylaxe und HPV-Impfung

HPV- Jungenimpfung

Therapie

von Feigwarzen

FAQ- Häufig gestellte
Fragen

Feigwarzen beim Mann (Kondylome)

Diagnostik und Therapie

Feigwarzen beim Mann (med. condylomata accuminata genannt) sind meist kleine spitze Kondylome am Anogenitalbereich. Sie sind gutartig, jedoch ansteckend und neigen häufig zum Rezidiv (wiederkehrend). Ursächlich ist eine Infektion mit dem humanen Papillomavirus (HPV). Sie treten gehäuft am inneren Blatt der Vorhaut (Präputium), an der Peniskranzfurche (corona glandis), unmittelbar an der äußeren Harnröhrenöffnung (Meatus penis) sowie an der Penisschafthaut, an der Skrotalhaut und nicht selten am Schambereich (Mons pubis) auf. Bei homosexuellen Männern kann auch der After bzw. der Analkanal befallen sein.

Die Feigwarzen, im englischsprachigen Raum auch Genitalwarzen „genital warts“ genannt, können vereinzelt als stecknadelkopfgroße Papeln oder disseminiert, flächenhaft verstreut, auftreten. Obwohl Feigwarzen gutartige Hautwucherungen sind, können chronische Verlaufsformen große blumenkohlartige Formationen annehmen. Ein  Buschke-Löwenstein-Tumor (Riesenkondylom) gilt als Präkanzerose, Vorstufe eines Karzinoms.

Die Infektion verläuft in der Regel asymptomatisch. Schmerzen oder Jucken sind nur selten vorhanden. Größere Formationen können jedoch und vor allem beim Geschlechtsverkehr aufreißen und bluten. Bei Harnröhrenbefall kann eine Abschwächung des Harnstrahles sowie Blutbeimengung des Urins auftreten. Betroffene leiden im Alltag an Schamgefühl und sind gelegentlich von Angst begleitet, Krebs zu entwickeln oder infertil zu werden.

Von den Feigwarzen sind differentialdiagnostisch die Hornzipfel (Hirsuties papillaris) zu unterscheiden. Letztere sind harmlose warzenähnliche Hauterscheinungen, die vorwiegend erstmalig während der Pubertät und vor Aufnahme der sexuellen Aktivität auftreten. Diese heterotopen Talgdrüsen sind weder ansteckend, noch sind sie als Folge einer mangelnden Hygiene zu werten. Charakteristisch sind ihre reihenförmige Anordnung an der Glansfurche (Hirsuties papillris corona glandis) oder an der Penisschafthaut (Hirsuties papillaris penis). Eine Behandlung ist nicht erforderlich, kann jedoch aus kosmetischen Gründen erwogen werden.

Neben Hornzipfeln sollten die Feigwarzen von sexuell übertragbaren Krankheiten wie Syphilis (Codylomata lata), Ulzerationen in Zusammenhang mit dem weichen Schanker (Ulcus molle) und von anderen guten sowie bösartigen Hautveränderungen differenziert werden.

Als Ansprechpartner sollte ein Urologe oder ein Dermatologe unbedingt konsultiert werden. In meiner Praxis „Urologie Metropolitan“ haben Sie einen erfahrenen Urologen an Ihrer Seite.

Feigwarzen sind eine virale Infektion. Die Viren (HPV: humanes Papillomavirus) werden durch den sexuellen Kontakt übertragen. Sie dringen durch die beschädigte Haut (kleine Risse) ein und binden sich zunächst an deren Basalmembran an. Im nächsten Schritt docken sie sich an den Epithelzellen (bevorzugt am Übergang zwischen zwei Epitheltypen) und implementieren ihre DNA im Zellinneren,  wo sie sich vermehren und replizieren können. Durch Absterben der Plattenepithelzellen an der Oberfläche werden diese Virionen freigesetzt und können Neuinfektionen bewirken. Die Übertragung erfolgt meist durch einen direkten Hautkontakt von Mensch zu Mensch, seltener über unbelebte Kontamination von Gegenständen.

In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass Kondome keinen ausreichenden Schutz vor Ansteckung gewähren. Mit diesem Schutz werden nicht alle Hautstellen, die befallen sind, abgedeckt.

Auch über den Oralverkehr können die Viren den Rachenbereich befallen und dort eine HPV-Infektion hervorrufen.

Werdende Mütter, die befallen sind, können das Virus auf das Neugeborene übertragen.

Etwa 80% der Menschen werden im Laufe ihres Lebens mit HPV infiziert; nur 1-10% der Infizierten wird krank und entwickelt Kondylome bzw. Feigwarzen. Bei dem Rest werden die Viren zu 90% innerhalb von 1 bis 2 Jahren vom Immunsystem eliminiert.

Als Risikofaktoren, an Feigwarzen zu erkranken, gelten häufig wechselnde Sexualpartner und eine geschwächte Immunabwehr. Bestehende sexuell übertragbare Krankheiten (STD), wie Herpes Genitales oder HIV, erhöhen das Risiko an HPV zu erkranken.  Dasselbe gilt für bestehende Entzündungen der Vorhaut (Posthitis) bzw. der Glans penis (Balanitis); kleine Einrisse an der Haut/Schleimhaut dienen als Eintrittspforte für die Viren. Menschen unter immunsupressiven Therapien sind besonders gefährdet. Drogenmissbrauch und die Verwendung von verunreinigten Gegenständen bei der sexuellen Aktivität haben ebenfalls ein Gefährdungspotential.

Die Diagnose Feigwarze ist in der Regel eine Blickdiagnose. Hierbei werden während der Primärkonsultation in der Urologe Metropolitan bei Dr. Jundi alle möglichen Stellen, die befallen sein können, inspiziert.

Hilfreich, jedoch nicht sicher, ist der Essigtest; die befallenen Areale werden mit 3 bis 5-prozentiger Essigsäure betupft und färben sich danach weiß.

Die Viren sind genetisch äußerst stabil und absolut dermatotrop (vermehren sich ausschließlich in menschlichem Plattenepithel der Haut und Schleimhaut). Sie verursachen keine Virämie und sind dementsprechend mit Bluttests nicht nachweisbar.

Der HPV-Nachweis erfolgt auf molekularbiologischer Ebene (Gensondentest). Die Tests weisen das DNA- Erbgut der Viren nach. Hierzu ist die Entnahme von Haut- und/oder Schleimhautabstrichen ausreichend.

Im histologischen Präparat ist der Nachweis von Koilozyten (Hohlzellen) pathognomonisch (beweisend für einen HPV- Befall).

Für den Rachenbefall existiert darüber hinaus ein serologischer Test, der auf den Antikörpernachweis von HPV-16-L1 basiert. Hierfür wird ein Tropfen Blut/Serum benötigt.

Ist die äußere Harnröhrenöffnung von Feigwarzen betroffen, sollte 4 bis 6 Wochen nach der Behandlung eine Blasen- und Harnröhrenspiegelung erfolgen (Urethrozystoskopie). Ein Befall der Harnröhre (Harnblase) muss ausgeschlossen werden.

Bei homosexuellen Männern und bei Befall der Analregion sollte zusätzlich eine Proktoskopie erfolgen.

Außer bei Frauen ab dem 30. Lebensjahr im Rahmen des PAP- Tests existieren von Seiten der gesetzlichen Krankenkassen keine Screening- Programme zur HPV- Detektion.

Der serologische HPV- Test (Bluttest) wird in der Urologie Metropolitan auf Wunsch als individuelle Gesundheitsleistung (IGEL) angeboten und auf Grundlage der GOÄ abgerechnet. Hierfür wird ein Tropfen Blut/Serum benötigt. Der Test basiert auf dem Antikörpernachweis von HPV-16-L1. Diese Virusvariante ist für den Rachenbefall mit der möglichen Folge eines Kehlkopfkarzinoms verantwortlich.

Ansonsten läuft die Infektion unbemerkt ab. Erst bei einer Erkrankung wird sie detektiert (Warzen, Karzinome).

Es existieren mehr als 200 verschiedene Human Papillomavirus Arten, 14 Arten hiervon werden von der WHO als kanzerogen (krebserregend) definiert.

HPV- Viren werden im allgemeinen in die Hoch- oder Niedrigrisikogruppe klassifiziert. Zu der Hochrisikogruppe gehören beispielsweise die Arten 16 und 18, die u.a. für Zervixkarzinom und Karzinome im Mund-Rachen-Raum verantwortlich sind.

Die Arten 6 und 11 wiederum gehören zu der Niedrigrisikogruppe. Diese verursachen die weitverbreiteten und z.T. schwer therapierbaren Anogenitalwarzen. Die Feigwarzen sind zwar gutartig, aber hoch ansteckend, häufig wiederkehrend und für die Männer äußerst unangenehm. Pro Jahr werden 16 Millionen Feigwarzen detektiert.

1,6 Prozent aller Krebserkrankungen in Deutschland werden in Verbindung mit den sogenannten Hochrisiko-HPV-Typen gebracht.  Dies betrifft laut RKI (Robert-Koch-Institut) 7.600 Krebspatientinnen und -patienten.

In diesem Zusammenhang sei besonders auf die Ansteckungsgefahr der Partnerin mit dem Risiko eines Zervixkarzinoms (Gebärmutterhalskrebs) hingewiesen. 99 Prozent der Gebärmutterhalskrebs-erkrankungen sind mit HPV assoziiert. Weltweit werden ca. 528.000 Neuerkrankungen an Zervixkarzinom registriert. 288.000 starben an dieser Erkrankung.

Darüber hinaus sind 40-50% aller Peniskarzinome weltweit HPV assoziiert. Basaloide und warzenförmige Plattenepithelkarzinome weisen in der Regel zu 80-100% HPV auf.

Homosexuelle Männer, HIV-positive Männer und organtransplantierte Männer stellen eine besondere Risikogruppe für HPV- assoziierte Analkarzinome dar.  

Wissenschaftliche Studien haben des weiteren eine Verbindung von HP-Viren und Karzinome im Mund-Rachenraum bewiesen.

Interessanter Weise hat eine Gruppe australischer Wissenschaftler herausgefunden, dass Prostatakrebszellen einen signifikant höheren Befall mit HPV zeigen als beispielsweise im gesunden oder gutartigen Gewebe. In circa 22 Prozent der malignen Zellen fanden die Forscher Hochrisiko-HPV-Viren von Typ 16 und 18. Obwohl der Zusammenhang von Prostatakarzinom und HPV- Infektion wissenschaftlich noch nicht erbracht ist, deutet der Nachweis von Koilozyten in Prostatakarzinomzellen, ähnlich wie bei dem Gebärmutterhalskrebs, darauf hin.

Oberstes Ziel der Prophylaxe sind die Risikofaktoren, wie oben beschreiben, soweit wie möglich zu vermeiden und bei einem Befall den Sexualpartner ebenfalls auf Feigwarzen bzw. Genitalwarzen zu untersuchen, um eine wiederholte gegenseitige Ansteckung (Kreuzinfektion) zu vermeiden .

Sind die Feigwarzen erst einmal behandelt, sollten beim Urologen Folgeuntersuchungen vereinbart werden, um ein Rezidiv rechtzeitig zu entdecken.

Wie oben erwähnt bieten Kondome keinen sicheren Schutz vor einer HPV- Infektion.

Den hohen Infektionsraten und Risiken Rechnung getragen besteht seit dem Jahr 2008 die Möglichkeit, sich gegen eine HPV- Infektion impfen zu lassen. In Deutschland wurde daraufhin seit mehreren Jahren die Mädchenimpfung praktiziert und seit dem Jahr 2019 wird auch die Jungenimpfung zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung angeboten.

Neben der 2-fach-Impfung gegen den Hochrisikoarten 16 und 18 wird bei Jungen hauptsächlich die 9-fach-Impfung verabreicht. Diese enthält u.a. die Arten 6 und 11 und bieten somit einen Schutz vor dem Befall mit Feigwarzen. Die 2-fach-Impfung wurde nach meiner Information mittlerweile aus dem Markt genommen.

Ob die Impfung im Erwachsenenalter einen Schutz bietet, ist mit Studien nicht belegt. Es gibt jedoch Hinweise, dass die Impfung der Erwachsenen einen um 50 Prozent niedrigeres Risiko an HPV zu erkranken, bietet. Bei Erwachsenen werden 3 Sitzungen benötigt (Primäre Impfung, nach 2 und nach 6 Monaten). Die Kosten werden jedoch von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen.

Bei dem Impfstoff handelt es sich um rekombinante Präventivimpfstoffe. Das bedeutet, dass keine krankheitsverursachende Virus-DNA im Impfstoff enthalten ist. Vielmehr wird hierbei die Proteinoberflächenstruktur der Viren (Antigen) künstlich hergestellt. Im Körper führen diese Proteine zu Aktivierung der Immunabwehr und zur Bildung von Antikörpern, die bei erneuter Exposition mit den Viren in der Lage sind, diese zu eliminieren.

Durch die Bildung von Gedächtniszellen, hält die Immunität lang (immunologisches Langzeitgedächtnis).

Es sei betont, dass die Impfung bei bestehender Infektion oder bei bereits vorhandener Erkrankung nicht hilft. Vielmehr sind in diesen Fällen chirurgische oder konservative Maßnahmen erforderlich, siehe unten.

Feigwarzen beim Mann schnell und effizient behandeln

Mit der HPV-Jungenimpfung wird zum einen die männliche Bevölkerung vor den lästigen Feigwarzen und andere Krebserkrankungen geschützt, zum anderen wird hiermit eine sog. Herdenimmunität erzielt.

Andere Länder praktizieren diese Impfung für beide Geschlechter seit mehreren Jahren und haben die Rate an Gebärmutterhalskrebs und andere um fast 87 Prozent reduziert. Mit Impfprogrammen in den Schulen mit zusätzlicher Jungenimpfung weisen Australien, Kanada und Norwegen, beispielsweise, Impfraten von ca. 80 Prozent vor.

Eine möglichst frühe Impfung gegen Humane Papillomviren kann einer Infektion am besten vorbeugen.

Hauptzielgruppe laut STKO (Ständige Impfkommission) sind Jugendliche zwischen 9 und 14 Jahren, vor Aufnahme der sexuellen Aktivität.

Jungen sind nicht nur Träger des HPV- Virus; sie können auch daran erkranken; von den Genitalwarzen bis hin zu den HPV-assoziierten Krebserkrankungen.

Mädchen und Jungen bis zum 18. Geburtstag sollten auch geimpft werden. Die Kosten hierfür werden ebenfalls von den Krankenkassen übernommen.

Ansonsten ist die Impfung für Erwachsene bis zum 26. Lebensjahr ebenfalls sinnvoll.

Die Aufnahme der sexuellen Aktivität ist kein Ausschlusskriterium.

In der Urologie Metropolitan können sowohl Jungs als auch Mädchen geimpft werden. Hierbei ist ein Aufenthalt in unserer Praxis von ca. 15 Minuten notwendig.

Die Impfung wird in den Oberarm verabreicht. Nach der Basisimpfung wird, abhängig vom Alter, eine Auffrischung nach 6 Monaten oder zwei Auffrischungsimpfungen nach 2 und nach 6 Monaten verabreicht.

Die Impfkosten in Höhe von ca. 350 Euro (Jede Impfampulle kostet ca. 156 Euro) werden seit Januar 2019 von den Krankenkassen übernommen.

Sie helfen uns, wenn Sie eine unterschriebene Einverständniserklärung mitbringen. Bitte auf den Download Link klicken. Kinder unter 14 Jahren bitte die Unterschrift der Eltern/Vorsorgeberechtigte einholen. Falls Sie im Besitz eines Impfausweises sind, bringen Sie diesen bitte mit.

Können auch Erwachsene gegen HPV geimpft werden?


Bei Erwachsenen gilt im Allgemeinen, dass eine HPV- Impfung bis zum 26. Lebensjahr möglich ist. Hierbei wären drei Impfzyklen notwendig. Obwohl in klinischen Studien nicht getestet, kann die Impfung einen HPV- Befall in bis zu 50 Prozent reduzieren. Die Kosten hierfür werden allerdings nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen und belaufen sich auf ca. 550 Euro.




Wie kann ich wissen, ob ich infiziert bin?


Der HP-Virusnachweis erfolgt auf molekularbiologischer Ebene (Gensondentest). Die Tests weisen das DNA- Erbgut der Viren nach. Hierzu ist die Entnahme von Haut- und/oder Schleimhautabstrichen ausreichend. Für den Rachenbefall existiert darüber hinaus ein serologischer Test, der auf den Antikörpernachweis von HPV-16-L1 basiert. Hierfür wird ein Tropfen Blut/Serum benötigt. Außer bei Frauen ab dem 30. Lebensjahr im Rahmen des PAP- Tests existieren von Seiten der gesetzlichen Krankenkassen keine Screening- Programme zur HPV- Detektion. Diese Tests werden in der Urologie Metropolitan auf Wunsch als Individuelle Gesundheitsleistungen (IGEL) angeboten und auf Grundlage der GOÄ abgerechnet. Ansonsten läuft die Infektion unbemerkt ab. Erst bei einer Erkrankung wird sie detektiert (Warzen, Karzinome). Eine Blasenspiegelung oder Proktoskopie kann einen Befall der Harnröhre bzw. des Analkanals mit Feigwarzen aufdecken.




Kann die Impfung eine bereits bestehende Infektion heilen?


Bei vorliegender HPV- Infektion oder Erkrankung kann die Impfung nicht helfen. Erst bei einer Erkrankung können konservative oder chirurgische Therapiemaßnahmen heilen.




Können HPV- Infektionen auch nach der Impfung auftreten?


Die Impfung ist sicher und langanhaltend. Durchbruchsinfekte sind nicht bekannt.




Kann die HPV- Impfung mit anderen Impfungen kombiniert werden?


Die HPV-Impfung kann mit anderen Impfungen wie Tetanus und Diphtherie kombiniert werden. Hierbei werden verschiedene Kanülen verwendet. Die Impfungen werden an verschiedenen Stellen verabreicht.




Welche Nebenwirkungen können nach der HPV-Impfung auftreten?


Durch die Impfung können normale Impfreaktionen auftreten:

  • Rötung, Schwellung oder Schmerzhaftigkeit an der Injektionsstelle sind typisch und vergehen nach einigen Tagen
  • Schwellung lokaler Lymphknoten
  • Grippeähnliche Symptome wie Müdigkeit, Schwindel, Nausea und Kopfschmerzen sind möglich und vergehen nach einigen Tagen
  • Es kann zu einer Synkope kommen (hypotensive Reaktion innerhalb von wenigen Minuten nach der Impfung). Die Impfung wird deshalb sitzend oder liegend verabreicht.




Bei wem wird die HPV-Impfung nicht empfohlen?


  • Wenn schwere Allergien gegen Impfbestandteile bekannt sind, soll die Impfung nicht durchgeführt werden.​
  • Akute behandlungsbedürftige Erkrankungen sind ebenfalls eine Kontraindikation.​
  • Für Schwangere und Patienten unter hochdosierter Cortison- Therapie ist die Impfung nicht geeignet.​
  • Bei immunsuppressiver Therapie wird empfohlen, die Impfung erst 6 Monate nach der Therapie zu verabreichen.​




Appell!


Wenn Sie diese Informationen zu HPV und Feigwarzen auf unserer Webseite gelesen haben, sind Sie hervorragend informiert. Bitte geben Sie diese Informationen an Ihren Bekanntenkreis weiter. Sensibilisieren Sie Ihre Freunde, Vereins- und Arbeitskollegen auf dieses Thema. Erzählen Sie es in den Schulen weiter. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie auf unsere Homepage verweisen. Die Impfmedizin kann hocheffektiv sein, wenn die Bevölkerung daran teilnimmt. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Deutschen Grünen Kreuzes (DGK) oder auf der Seite des Robert-Koch-Institutes (RKI)





Urologie Metropolitan

DR. MED. MODAR JUNDI

Am Akku 9

22885 Barsbüttel

Zugelassen für sämtliche Krankenkassen.

praxis@urologie-metropolitan.de

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